Anlässlich ihres 75. Geburtstages hat Ute Samson, eine Initiatorin der Hospizarbeit im Idsteiner Land, um Spenden für die Unterstützung des Hospizbaus in der Region gebeten. Ihr langjähriges Engagement steht stellvertretend für die vielen Menschen, die sich seit den späten 1990er-Jahren für eine würdevolle Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen einsetzen.
Engagement bis heute
Die Spende zum 75. Geburtstag unterstreicht die enge Verbundenheit der Gründerin mit der Hospizarbeit in der Region. Ihr Einsatz steht exemplarisch für das gemeinsame Ziel, schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen weiterhin verlässlich zu begleiten und ihnen Zeit, Zuwendung und Würde zu schenken.
Anfänge und Entwicklung
Die Wurzeln der Hospizarbeit im Idsteiner Land reichen bis ins Jahr 1999 zurück. Damals traf sich eine Gruppe engagierter Frauen und Männer regelmäßig im alten Krankenhaus, um über Möglichkeiten einer ehrenamtlichen Begleitung nachzudenken. Einige von ihnen waren bereits ausgebildet und zum Teil an der Universitätsklinik Frankfurt tätig. Gleichzeitig bestand ein enger Austausch mit den Wiesbadener Einrichtungen Advena und Auxillium.
Nach etwa einem Jahr schlossen sich Vertreterinnen der beiden Kirchen den Treffen an. Es entwickelte sich eine intensive Diskussion über die Rolle der Kirchen in der hospizlichen Arbeit. Einigkeit bestand darin, dass spirituelle Begleitung ein wichtiger Bestandteil sein kann – stets orientiert am Wunsch der begleiteten Menschen und ihrer Angehörigen.
Vereinsgründung und weitere Schritte
Schließlich einigten sich die Beteiligten darauf, einen gemeinsamen Verein zu gründen, in dem die unterschiedlichen Aktivitäten gebündelt werden sollten. Die offizielle Vereinsgründung erfolgte im Januar 2001. In der Folge wurden Vorstandsposten besetzt und mit der Ausbildung ehrenamtlicher Begleiterinnen und Begleiter begonnen. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, diese Ausbildungen gemeinsam mit den Wiesbadener Partnerorganisationen durchzuführen.
2004 eröffnete Ute Samson eine eigene Praxis und schied aus dem Vorstand aus. Mit dem Neubau des Krankenhauses im Jahr 2009 löste sich zudem der Förderverein des Krankenhauses auf, da viele Mitglieder keinen weiteren Bedarf sahen. Seitdem wird die Verantwortung für die Hospizarbeit im Idsteiner Land im Wesentlichen von der Hospizbewegung getragen – unterstützt von engagierten Ehrenamtlichen und Förderern.


